A une passante


À une passante

La rue assourdissante autour de moi hurlait.
Longue, mince, en grand deuil, douleur majestueuse,
Une femme passa, d'une main fastueuse
Soulevant, balançant le feston et l'ourlet;

Agile et noble, avec sa jambe de statue.
Moi, je buvais, crispé comme un extravagant,
Dans son oeil, ciel livide où germe l'ouragan,
La douceur qui fascine et le plaisir qui tue.

Un éclair... puis la nuit! - Fugitive beauté
Dont le regard m'a fait soudainement renaître,
Ne te verrai-je plus que dans l'éternité?

Ailleurs, bien loin d'ici! trop tard! jamais peut-être!
Car j'ignore où tu fuis, tu ne sais où je vais,
Ô toi que j'eusse aimée, ô toi qui le savais!



An eine, die vorüberging

Die Straße dröhnte, die Schritte hörte ich kaum.
Groß und schlank, trauernd in erhabenem Leid,
ging eine Frau vorbei, vom erlesenen Kleid
raffend mit vornehmer Hand den blumigen Saum,

Behände und edel, ihrer Schönheit bewusst.
Ich aber trank, verkrampft wie im Wahn,
aus ihren Augen, fahler Himmel vor dem Orkan,
die Süße, die bannt, und die tötende Lust.

Ein Blitz ... dann die Nacht! - du Schönheit in Flucht,
durch deren Blick mich das Leben wieder erreicht,
seh ich dich wieder ehe Freund Hein uns besucht?

Anderswo, weit weg von hier! Zu spät ! Niemals vielleicht!
Was immer dein Ziel, es ist dem meinen nicht nah,
Oh du Liebe im Werden, oh du, die sie sah!

Übersetzung Frank Freimuth